Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heutzutage in Städten. In immer rasanterem Tempo zieht die Bevölkerung von ländlichen in urbane Gegenden. Dies wiederum weckt den Wunsch nach angemessenen „urbanen Konditionen“ und einem Einbezug der Bürger in die öffentliche Agenda, um zukünftigen Generationen den Weg zu ebnen für notwendigen Dialog und Debatten.

Die Universal Declaration of Urban Rights (Universelle Stadtrechtserklärung) versteht sich nicht als festgelegte Erklärung, sondern als eine koordinierte Infrastruktur die es gemeinsam aufzubauen gilt. In diesem Umfeld soll aktives Mitdenken angeregt werden sowie qualitatives Management von Informationen über die Stadt und darüber was es bedeutet Bürger dieser Stadt zu sein.

Die Open Source City, die unvollendete Struktur, ist eine Erklärung. Sie setzt einen qualitativen Urbanismus voraus, der die Einbindung von Feldforschung erlaubt und nicht nur auf Ziffern, Statistiken und Grafiken basiert, sondern auch auf Meinungen, Kommentaren und Qualitätsstrukturen.

Die Universal Declaration of Urban Rights Berlin (UR_BER) sieht in den Bürgern die Experten ihrer Stadt und lädt sie ein, alternative Ideen und Praktiken für die Nutzung des öffentlichen Raums zu diskutieren.

Um dies zu verwirklichen haben wir eine einfache Methode entwickelt, die es erlaubt, Kommentare und Meinungen zu Rechten auf Stadt und öffentlichen Raum aufzuzeichnen. Die Aussagen werden in drei Themenbereiche gegliedert, zu denen jeder befragte Teilnehmer interviewt wird: 1.Welches Recht gilt es zu schützen, 2. Welches noch zu erkämpfen oder einzuführen und 3. Welche Situation gilt es abzuschaffen?

Besucher sind eingeladen, ihre persönlichen Meinungen dazu an der UR_BER Videowand selber aufzeichnen und auf die Projektwebseite berlin.urbanrights.com hochzuladen.

Ein Urbanes Parlament dient als Infrastruktur, um in fünf öffentlichen parlamentarischen Arbeitssitzungen eine Urban Rights Charta für Berlin zu entwerfen. Zu jeder Sitzung werden Mitglieder von Stadtinitiativen und andere Fachleute eingeladen, um eine spezifische Fragestellung zusammen mit den Besuchern zu debattieren. Ziel ist es gemeinsam neue Grundsätze für den Umgang mit Berlins öffentlichen Räumen festzulegen und sie auf einen kollektiven Stadtplan alternativer urbaner Praktiken anzuwenden. Die UR_BER Charta mit konkreten Forderungen wird in einer finalen Veranstaltung an die Politik übergeben.

Lasst uns Berlin zusammen gestalten!

Universal Declaration of Urban Rights ist ein Open Data Projekt und stets abrufbar auf: berlin.urbanrights.org

Das Projekt wurde vom Kollektiv Zuloark konzipiert und bereits in mehreren europäischen Städten durchgeführt. Die Berliner Edition wurde kuratiert von Julia Förster, mit Unterstützung von Andreas Krüger, im Rahmen der Ausstellung DEMO:POLIS.